Du bist überall, in meinem Kopf, meinen Gedanken, meinem Herzen. Ich kann Dich fühlen, spüre Deine Hände auf meiner Haut, Deine Lippen auf meinen und rieche Dich. Du umgibst mich, füllst mich aus und bist mein Lebenselixier. Was machst Du nur mit mir?
Deine Nähe stärkt mich, macht mich frei, lässt mich aufatmen. Du machst mich frei, berauschst mich mit Höhenflügen. Federleicht, weit über dem Boden, im freien Fall und doch unglaublich sicher. Nichts erscheint mir mehr wirklicher.
Du bist da und verscheuchst die Schatten, zeigst mir den Weg, lässt mich nicht allein. Du bist bei mir, hältst mich, stützt mich, bist an meiner Seite und gehst nicht, egal wie ich um mich schlage. Egal wie viel Angst ich habe zu erwachen und allein zu sein.
Du hast Vertrauen in mich, glaubst an mich und munterst mich auf. Du bringst mich zum Lachen, lässt mich Ruhe finden in dem Sturm der sich mein Leben nennt. Danke ist nicht ausreichend. Ich will bei Dir sein und doch geht es nicht.
Getrennte Wege, die sich immer wieder kreuzen, scheinen mein Schicksal. Ich will aber nicht, dass sich unsere Wege wieder trennen, nur um sich gelegentlich wieder zu kreuzen. Doch weiß ich auch, dass Du noch einen Weg vor Dir hast, bei dem ich Dir vielleicht sogar im Weg bin.
Aber daran will ich jetzt nicht denken, ich trage Dich im Herzen. Du bist mein, ich bin Dein. Gefragt wurden wir nicht, doch ich wollte es so. Geduld zahlt sich aus und für Dich will ich sie haben, will ich stark sein und auch Dir geben, was Du mir gibst.
06.12.2008
© Sean Dimitjana Barleben
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Montag, Oktober 20, 2008
Abschiedserinnerung
"Erinnerst Du Dich noch an die Kindertage, als Du klein warst und ich Dein großer Held, zu dem Du aufgesehen hast? Dein Vater auf den Du stolzer nicht sein konntest, weil es keinen besseren Papa auf der Welt gibt?
Ich kann Sie noch vor mir sehen, die weiten Hügel über die wir rannten und Deine Drachen steigen ließen, die Du mit wenig Hilfe von mir und umso mehr eigener Phantasie gebaut hast. Die Stunden die Du an der Modellbahn gesessen und mich beobachtest hast wie ich an den neuen Gleisführungen arbeitete. Nur um dann Stück für Stück die Landschaft darum aufzubauen.
Es sind Jahre vergangen seit dem. Du bist selbst erwachsen, hast eigene Kinder. Söhne, die voller unbändigem Stolz zu Dir aufsehen. Meine Enkel, die mich oft zum Lachen und auch bisweilen zur Verzweiflung brachten. Sie sind so jung.
Aber ich bin nicht mehr Teil dessen, mein Sohn. Ich bin auf dem Weg in etwas Neues. Und ich bin froh darum. Ich möchte nicht, dass Du Dich an mich erinnerst, wie ich zuletzt war. Ein leblose Hülle kaum noch einer Regung fähig, vielleicht ein Lachen oder ein Aufflackern von Furcht.
Erinnere Dich an diese schönen Tage Deiner Kindheit. An das Lachen und die Freude, die wir teilten.
Ich hab Dich lieb."
20.10.2008
© Sean Dimitjana Barleben
Ich kann Sie noch vor mir sehen, die weiten Hügel über die wir rannten und Deine Drachen steigen ließen, die Du mit wenig Hilfe von mir und umso mehr eigener Phantasie gebaut hast. Die Stunden die Du an der Modellbahn gesessen und mich beobachtest hast wie ich an den neuen Gleisführungen arbeitete. Nur um dann Stück für Stück die Landschaft darum aufzubauen.
Es sind Jahre vergangen seit dem. Du bist selbst erwachsen, hast eigene Kinder. Söhne, die voller unbändigem Stolz zu Dir aufsehen. Meine Enkel, die mich oft zum Lachen und auch bisweilen zur Verzweiflung brachten. Sie sind so jung.
Aber ich bin nicht mehr Teil dessen, mein Sohn. Ich bin auf dem Weg in etwas Neues. Und ich bin froh darum. Ich möchte nicht, dass Du Dich an mich erinnerst, wie ich zuletzt war. Ein leblose Hülle kaum noch einer Regung fähig, vielleicht ein Lachen oder ein Aufflackern von Furcht.
Erinnere Dich an diese schönen Tage Deiner Kindheit. An das Lachen und die Freude, die wir teilten.
Ich hab Dich lieb."
20.10.2008
© Sean Dimitjana Barleben
Sonntag, Juli 06, 2008
Abschied
Mein Herz bleibt stumm
und fragt nicht nach dem warum.
Es hat mir lange zugesehn
und Zeit gebraucht um zu verstehn.
Mein Verstand schreit
ich bin noch nicht soweit.
Worte, nichts als Worte
und doch trennen sie uns nun.
Es ist nicht mehr ungeschehn zu machen.
Selbst wenn du mir noch vertraust
sitzt der Schmerz zu tief
als das du mir noch glauben wirst.
Kein Zeitpunkt erschien passend,
ich wusste es würde weh tun,
ich ahnte wie sehr es schmerzt,
aber ich kann es nicht mehr,
ich will nicht weiter auf diesem Weg,
wenn ich dich verliere, dann nicht so.
Während du weinst,
bleibt mein Herz ruhig,
es hat sich verschlossen,
will Dir nicht zeigen,
wie sehr auch ich es anders wünsche,
wie sehr ich mich nach etwas anderem sehne.
Wenn ich mich im Geist an Dich lehne,
und Dich in den Arm nehme,
dann fühl ich Deinen Schmerz,
und weiß es erscheint wie ein schlechter Scherz,
aber es geht nicht weiter, es tut nur weh,
so lange ich mir derart im Weg steh.
Du bist zu wertvoll, zu kostbar,
hast mehr verdient als das hier,
Und auch wenn Du sicher Recht hast
dass es auch Deine Entscheidung ist,
so ist meine Frist doch verstrichen
und ich habe nichts mehr zu verlieren.
Ich brauche Dich
und doch habe ich kein Anrecht auf Dich,
Du brauchst mich nicht,
Du solltest es nicht,
den Dein Weg ist ein anderer
ebenso wird der meine ein anderer.
06.07.2008
© Sean Dimitjana Barleben
und fragt nicht nach dem warum.
Es hat mir lange zugesehn
und Zeit gebraucht um zu verstehn.
Mein Verstand schreit
ich bin noch nicht soweit.
Worte, nichts als Worte
und doch trennen sie uns nun.
Es ist nicht mehr ungeschehn zu machen.
Selbst wenn du mir noch vertraust
sitzt der Schmerz zu tief
als das du mir noch glauben wirst.
Kein Zeitpunkt erschien passend,
ich wusste es würde weh tun,
ich ahnte wie sehr es schmerzt,
aber ich kann es nicht mehr,
ich will nicht weiter auf diesem Weg,
wenn ich dich verliere, dann nicht so.
Während du weinst,
bleibt mein Herz ruhig,
es hat sich verschlossen,
will Dir nicht zeigen,
wie sehr auch ich es anders wünsche,
wie sehr ich mich nach etwas anderem sehne.
Wenn ich mich im Geist an Dich lehne,
und Dich in den Arm nehme,
dann fühl ich Deinen Schmerz,
und weiß es erscheint wie ein schlechter Scherz,
aber es geht nicht weiter, es tut nur weh,
so lange ich mir derart im Weg steh.
Du bist zu wertvoll, zu kostbar,
hast mehr verdient als das hier,
Und auch wenn Du sicher Recht hast
dass es auch Deine Entscheidung ist,
so ist meine Frist doch verstrichen
und ich habe nichts mehr zu verlieren.
Ich brauche Dich
und doch habe ich kein Anrecht auf Dich,
Du brauchst mich nicht,
Du solltest es nicht,
den Dein Weg ist ein anderer
ebenso wird der meine ein anderer.
06.07.2008
© Sean Dimitjana Barleben
Samstag, April 26, 2008
Ende
Du zerstörst
die letzten Reste
von Vertrauen,
die ich je in Dich hatte.
Es scheint,
dass Du
jegliches Band
zwischen uns
zerschneiden,
zerstören willst.
Ich begreife Dich
schon lange nicht mehr,
aber ich
kann nicht glauben,
wie sehr
es schmerzt,
was Du tust.
Ich wünsche mir
nur noch,
das es
endet,
endlich.
26.04.2008
© Sean Dimitjana Barleben
die letzten Reste
von Vertrauen,
die ich je in Dich hatte.
Es scheint,
dass Du
jegliches Band
zwischen uns
zerschneiden,
zerstören willst.
Ich begreife Dich
schon lange nicht mehr,
aber ich
kann nicht glauben,
wie sehr
es schmerzt,
was Du tust.
Ich wünsche mir
nur noch,
das es
endet,
endlich.
26.04.2008
© Sean Dimitjana Barleben
Donnerstag, August 30, 2007
Malina
Sommer, Sonne, Strand und ich liege hier am Meer und genieße das Rauschen der Wellen.
Okay, ich gebe zu, so ganz hat das nicht geklappt. Hier weht keine kühle Meeresbrise, die den Sonnenschein, der vom Himmel knallt, erträglich macht und von Meer geschweige denn Strand kann schon mal gar nicht die Rede sein. Um es kurz zu machen, ich habe meinen Balkon diesen Sommer in einen kleinen Urwald verwandelt und suche Schutz hinter meinen Pflanzen sowie unter einer dicken Schicht Sonnencreme - schließlich will ich braun werden und nicht rot.
Patrick ist seit einer Woche nicht mehr da gewesen und mir ist langweilig. Also stelle ich mir vor, dass Patricks Eltern, die ihm unerklärlicherweise immer noch den Urlaub bezahlen, mich gefragt hätten, ob ich Malina, als ihre zukünftige Schwiegertochter, nicht mit in den Urlaub möchte.
Es tut mir leid, ich muss schon wieder korrigieren, Patrick, bzw. Pat wie ich ihn nenne, und meine Wenigkeit sind seit Kindesbeinen an durch dick und dünn und wieder zurück gegangen. Zusammen sind wir nicht, wir hängen da irgendwo zwischen dem Status Geschwister, beste Freunde und mögliche große Liebe fest. Keiner von uns beiden traut sich, da was dran zu ändern. Also träume ich derzeit nur davon Patrick vielleicht zu fragen oder zu hoffen, dass er bald mal den Anfang macht.
Eventuell sind wir auch zusammen und wissen es nur schlicht nicht. Wer weiß das schon.
Fest steht, dass mir hoffnungslos langweilig ist, wenn ich nicht mit Pat durch die Stadt ziehen kann, Chaos im Schwimmbad verbreite oder mit ihm durch die Wälder streiche. Von den gemütlichen Abenden an denen wir einfach nur quatschen mal abgesehen. Es hat durchaus etwas eine Art Bruder zu haben, den man Daten kann, ohne Angst, dass sich da etwas anbahnt. Einfach gemeinsam Spaß haben und die Nähe des anderen genießen können. Toll so was.
Und da es noch eine ganze elendig lange Woche dauert bis meine andere Hälfte wieder kommt, habe ich mir etwas ausgedacht. Pat erzählt mir nach den Urlauben stundenlang was er gemacht hat, wo er überall gewesen ist und wieso denn nun gerade diese eine Muschel am Strand ihn so fasziniert hat, dass er sich beinahe von der Flut hätte ins Meer ziehen lassen.
Tja und heute ist also mein Tag am Meer, ich hab mich ganz früh hinaus geschlichen auf den Balkon als es noch so ziemlich kalt und vom Sommer hier nichts zu merken war. Eingekuschelt in viele Decken, einen warmen Kakao aus der Thermoskanne und ein schönes Buch, habe ich mich dort in meinem kleinen Urwald eingerichtet und bin über der Warterei auf meinen Sonnenaufgang eingeschlafen. Wach geworden bin ich vom Zwitschern der Vögel, die sich in der Dachrinne des Hauses ihr Nest eingerichtet haben. Die Sonne war schon am Himmel damit beschäftigt ihre Wärme zu verteilen. Also habe ich flugs meine Sonnencreme rausgeholt, mich eingecremt und dann mit halbgeschlossenen Augen das Licht beobachtet, wie es von grau in ein feuriges Rot und schließlich in das strahlende Blau des klaren Tages überging.
So gegen elf ist es schon recht kuschelig in meinem kleinen Balkonurwald und mein Magen knurrt lauthals vehement herum, dass ich ihn doch bitte mit irgendwas Essbaren versorgen solle. Also klettere ich aus meinem gemütlichen Sessel in der Oase und schlage mich zur Küche durch. Das Chaos der letzten Tage ist gestern mein Opfer geworden, als ich einfach mal wieder Lust hatte, Abwasch zu machen und aufzuräumen. Somit habe ich jetzt freie Bahn mir einen blonden Engel zu machen, da ich im Sommer über ausreichend Vorräte an Vanilleeis und Orangensaft verfüge. Während ich an meinem Cocktail nippe, schmiere ich mir Brote mit Schokoladenaufstrich und schneide mir Bananen darauf. Das Ganze richte ich auf meinem Schwanentablett an und bugsiere es vorsichtig nach draußen auf den Tisch.
Nach diesem wundervollen Frühstück folge ich meinen Gedanken und Erinnerungen die Pat mir aus seinem Urlaub mitgebracht hat und begleite ihn auf der Dünenwanderung. In der Hand liegt der Engelsflügel den er mir geschenkt hat, eine Hälfte ich, die andere Hälfte der Muschel hat er behalten.
„Schau mal Malina, siehst Du dahinten die Düne? Dahinter liegt das Ferienhaus von mir und meinen Eltern!“ Pat ist schon wieder zehn Schritte vor mir und dreht sich um, sieht mich lachend an. „Na komm schon, meine Eltern warten auf uns…“
Grinsend, den Kopf über ihn schüttelnd, folge ich ihm. Wann gewöhne ich mich endlich daran, dass er mein bester Freund ist und wahrscheinlich auch immer bleiben wird.
Seine Mutter nickt mir zu. „Malina, ich dachte ihr kommt gar nicht mehr…“
„Malina,“ die kräftige Stimme von Pats Vater schallt durch das Haus und einen Moment danach fühle ich mich leicht gequetscht.
„Paps! Das ist meine Freundin.“, protestiert Pat und befreit mich grinsend aus den Armen seines Vaters, nur um mich sanft zu umarmen.
Das Klingeln an der Tür, reißt mich wieder aus meinen Tagträumen, meinem Tag am Meer. Etwas benommen stehe ich auf und gehe zur Tür, an welcher der Postbote ungeduldig wartet.
„Ein Päckchen für Sie, Frau….“
„Ja schon gut,“ Ich lasse den armen Kerl nicht ausreden, warum muss er mich auch gerade jetzt von meinem Tag am Meer ablenken. Genervt unterschreibe ich und knalle hinter mir die Tür zu. Erst als ich fast wieder auf dem Balkon bin, sehe ich mir den Absender genauer an. Mitten im Schritt halte ich an, setze das Paket behutsam auf den Boden, ehe ich es innerhalb von Sekunden auspacke. Pat hat es mir geschickt. Neben einem Sommerlesebuch, hat er wieder Muscheln gesucht, rohe Bernsteine abgewartet, Sand in Flaschen und andere kleine Dinge. Auch eine Karte liegt dabei.
Liebe Mal,
schade dass Du nicht hier bist, meine Eltern sind zwar klasse, aber mit Dir wäre es schöner. Wenn Du magst, dann fahren wir nächstes Jahr im Sommer zusammen weg. Ich hab Dir ein paar kleine Sachen gefunden damit Dir die Zeit nicht so lang wird, auch wenn ich mir das nur schwer vorstellen kann, bei Deinem Einfallsreichtum.
Wir sehen uns in einer Woche, ich freu mich drauf von Dir abgeholt zu werden, Wir kommen Samstag um zwei an. Tu bis dahin nichts, das ich nicht auch tun würde.
Grüße und viel Spaß
Pat
Ich lese die Karte einmal, dann noch mal und noch ein mal. Mein Freudenschrei verscheucht die ganzen Vögel in der Nähe meines Balkons. Mein Tag am Meer ist so gut wie gelaufen, aber das stört mich grade gar nicht. Pat hat mir ein Paket geschickt und hätte mich gern bei sich. Völlig berauscht von dem Gedanken, nehme ich die Box mit den Sachen mit nach draußen in meinen kleinen Urwald und tausche den Tag am Meer gegen einen Tag mit Pat.
Am Abend falle ich müde ins Bett und kann es kaum erwarten Pat am Samstag wieder zu sehen. Der Schlüsselanhänger mit dem kleinen Herz, den er mir zwischen die Kleinigkeiten gepackt hat, sagt mehr als tausend Worte mir erklären könnten.
Mit einem Lächeln und den Gedanken bei Pat schlafe ich ein.
30.08.2007
© Sean Dimitjana Barleben
Okay, ich gebe zu, so ganz hat das nicht geklappt. Hier weht keine kühle Meeresbrise, die den Sonnenschein, der vom Himmel knallt, erträglich macht und von Meer geschweige denn Strand kann schon mal gar nicht die Rede sein. Um es kurz zu machen, ich habe meinen Balkon diesen Sommer in einen kleinen Urwald verwandelt und suche Schutz hinter meinen Pflanzen sowie unter einer dicken Schicht Sonnencreme - schließlich will ich braun werden und nicht rot.
Patrick ist seit einer Woche nicht mehr da gewesen und mir ist langweilig. Also stelle ich mir vor, dass Patricks Eltern, die ihm unerklärlicherweise immer noch den Urlaub bezahlen, mich gefragt hätten, ob ich Malina, als ihre zukünftige Schwiegertochter, nicht mit in den Urlaub möchte.
Es tut mir leid, ich muss schon wieder korrigieren, Patrick, bzw. Pat wie ich ihn nenne, und meine Wenigkeit sind seit Kindesbeinen an durch dick und dünn und wieder zurück gegangen. Zusammen sind wir nicht, wir hängen da irgendwo zwischen dem Status Geschwister, beste Freunde und mögliche große Liebe fest. Keiner von uns beiden traut sich, da was dran zu ändern. Also träume ich derzeit nur davon Patrick vielleicht zu fragen oder zu hoffen, dass er bald mal den Anfang macht.
Eventuell sind wir auch zusammen und wissen es nur schlicht nicht. Wer weiß das schon.
Fest steht, dass mir hoffnungslos langweilig ist, wenn ich nicht mit Pat durch die Stadt ziehen kann, Chaos im Schwimmbad verbreite oder mit ihm durch die Wälder streiche. Von den gemütlichen Abenden an denen wir einfach nur quatschen mal abgesehen. Es hat durchaus etwas eine Art Bruder zu haben, den man Daten kann, ohne Angst, dass sich da etwas anbahnt. Einfach gemeinsam Spaß haben und die Nähe des anderen genießen können. Toll so was.
Und da es noch eine ganze elendig lange Woche dauert bis meine andere Hälfte wieder kommt, habe ich mir etwas ausgedacht. Pat erzählt mir nach den Urlauben stundenlang was er gemacht hat, wo er überall gewesen ist und wieso denn nun gerade diese eine Muschel am Strand ihn so fasziniert hat, dass er sich beinahe von der Flut hätte ins Meer ziehen lassen.
Tja und heute ist also mein Tag am Meer, ich hab mich ganz früh hinaus geschlichen auf den Balkon als es noch so ziemlich kalt und vom Sommer hier nichts zu merken war. Eingekuschelt in viele Decken, einen warmen Kakao aus der Thermoskanne und ein schönes Buch, habe ich mich dort in meinem kleinen Urwald eingerichtet und bin über der Warterei auf meinen Sonnenaufgang eingeschlafen. Wach geworden bin ich vom Zwitschern der Vögel, die sich in der Dachrinne des Hauses ihr Nest eingerichtet haben. Die Sonne war schon am Himmel damit beschäftigt ihre Wärme zu verteilen. Also habe ich flugs meine Sonnencreme rausgeholt, mich eingecremt und dann mit halbgeschlossenen Augen das Licht beobachtet, wie es von grau in ein feuriges Rot und schließlich in das strahlende Blau des klaren Tages überging.
So gegen elf ist es schon recht kuschelig in meinem kleinen Balkonurwald und mein Magen knurrt lauthals vehement herum, dass ich ihn doch bitte mit irgendwas Essbaren versorgen solle. Also klettere ich aus meinem gemütlichen Sessel in der Oase und schlage mich zur Küche durch. Das Chaos der letzten Tage ist gestern mein Opfer geworden, als ich einfach mal wieder Lust hatte, Abwasch zu machen und aufzuräumen. Somit habe ich jetzt freie Bahn mir einen blonden Engel zu machen, da ich im Sommer über ausreichend Vorräte an Vanilleeis und Orangensaft verfüge. Während ich an meinem Cocktail nippe, schmiere ich mir Brote mit Schokoladenaufstrich und schneide mir Bananen darauf. Das Ganze richte ich auf meinem Schwanentablett an und bugsiere es vorsichtig nach draußen auf den Tisch.
Nach diesem wundervollen Frühstück folge ich meinen Gedanken und Erinnerungen die Pat mir aus seinem Urlaub mitgebracht hat und begleite ihn auf der Dünenwanderung. In der Hand liegt der Engelsflügel den er mir geschenkt hat, eine Hälfte ich, die andere Hälfte der Muschel hat er behalten.
„Schau mal Malina, siehst Du dahinten die Düne? Dahinter liegt das Ferienhaus von mir und meinen Eltern!“ Pat ist schon wieder zehn Schritte vor mir und dreht sich um, sieht mich lachend an. „Na komm schon, meine Eltern warten auf uns…“
Grinsend, den Kopf über ihn schüttelnd, folge ich ihm. Wann gewöhne ich mich endlich daran, dass er mein bester Freund ist und wahrscheinlich auch immer bleiben wird.
Seine Mutter nickt mir zu. „Malina, ich dachte ihr kommt gar nicht mehr…“
„Malina,“ die kräftige Stimme von Pats Vater schallt durch das Haus und einen Moment danach fühle ich mich leicht gequetscht.
„Paps! Das ist meine Freundin.“, protestiert Pat und befreit mich grinsend aus den Armen seines Vaters, nur um mich sanft zu umarmen.
Das Klingeln an der Tür, reißt mich wieder aus meinen Tagträumen, meinem Tag am Meer. Etwas benommen stehe ich auf und gehe zur Tür, an welcher der Postbote ungeduldig wartet.
„Ein Päckchen für Sie, Frau….“
„Ja schon gut,“ Ich lasse den armen Kerl nicht ausreden, warum muss er mich auch gerade jetzt von meinem Tag am Meer ablenken. Genervt unterschreibe ich und knalle hinter mir die Tür zu. Erst als ich fast wieder auf dem Balkon bin, sehe ich mir den Absender genauer an. Mitten im Schritt halte ich an, setze das Paket behutsam auf den Boden, ehe ich es innerhalb von Sekunden auspacke. Pat hat es mir geschickt. Neben einem Sommerlesebuch, hat er wieder Muscheln gesucht, rohe Bernsteine abgewartet, Sand in Flaschen und andere kleine Dinge. Auch eine Karte liegt dabei.
Liebe Mal,
schade dass Du nicht hier bist, meine Eltern sind zwar klasse, aber mit Dir wäre es schöner. Wenn Du magst, dann fahren wir nächstes Jahr im Sommer zusammen weg. Ich hab Dir ein paar kleine Sachen gefunden damit Dir die Zeit nicht so lang wird, auch wenn ich mir das nur schwer vorstellen kann, bei Deinem Einfallsreichtum.
Wir sehen uns in einer Woche, ich freu mich drauf von Dir abgeholt zu werden, Wir kommen Samstag um zwei an. Tu bis dahin nichts, das ich nicht auch tun würde.
Grüße und viel Spaß
Pat
Ich lese die Karte einmal, dann noch mal und noch ein mal. Mein Freudenschrei verscheucht die ganzen Vögel in der Nähe meines Balkons. Mein Tag am Meer ist so gut wie gelaufen, aber das stört mich grade gar nicht. Pat hat mir ein Paket geschickt und hätte mich gern bei sich. Völlig berauscht von dem Gedanken, nehme ich die Box mit den Sachen mit nach draußen in meinen kleinen Urwald und tausche den Tag am Meer gegen einen Tag mit Pat.
Am Abend falle ich müde ins Bett und kann es kaum erwarten Pat am Samstag wieder zu sehen. Der Schlüsselanhänger mit dem kleinen Herz, den er mir zwischen die Kleinigkeiten gepackt hat, sagt mehr als tausend Worte mir erklären könnten.
Mit einem Lächeln und den Gedanken bei Pat schlafe ich ein.
30.08.2007
© Sean Dimitjana Barleben
Freitag, April 21, 2006
Beyond Worlds
Inspiriert von Jasmin und ihrem Bild BEYOND.
Der Himmel über der Stadt war aufgerissen und offenbarte einen dunklen Sternenhimmel. In der Ferne schimmerte es blutrot und lila, durchbrochen vom Weiß der Wolken. Verborgen dahinter lag der silbrige Vollmond, er spiegelte sich weit unter sich selbst in einem großen Binnensee. Auf eben jenem See glitt ein Boot durch das dunkle Wasser. Der Reisende konzentrierte sich nur auf das Ziel seines Weges, einem Anlegeplatz am anderen Ufer des Gewässers. Er hatte keine Augen für die Stadt in den blutroten und lila Wolken, die sich bei jedem Vollmond für einige Stunden zeigte. Sein Blick glitt zu den Bergen und den Nebelschwaden, welche langsam ins Tal herabkamen. Auch wenn sich hinter den Bergen schon der Morgen ankündigte und die erwachende Sonne ihre schwachen Strahlen über die Kuppen sandte, war es besser, wenn er das Ufer erreichte. Hatte erst einmal der Nebel die Wasser überzogen, dann war es unmöglich ans Ufer zu kommen bis das Sonnenlicht die Schwaden durchdrang und verschwinden ließ.
Und so lange hatte der Reisende nicht Zeit, er hatte eine Nachricht zu überbringen; das Gleichgewicht war verloren worden und es lag im Interesse aller, es wieder herzustellen, auch wenn einige dies nicht wollten. Mit der ganzen ihm zur Verfügung stehenden Kraft konzentrierte sich der Reisende auf sein Ziel. Er erreichte es wenige Momente bevor die Nebelschwaden den See erreichten. Es schien als wolle der Nebel nach dem Boten greifen.
"Lasst ihn in Ruhe. Er hat die Prüfung bestanden, haltet Euch also an Eure eigenen Regeln!", grollte eine Stimme und aus dem Nebel trat ein riesenhaft wirkender Schattenwolf. "Willkommen zurück."
"Danke, Fenris." Der Wanderer überreichte dem Wesen vor sich eine Rolle, welche zu leuchten begann, als Fenris sie berührte. Zufrieden nickte der Wolf und wandte sich um.
"Wir werden uns wieder sehen, irgendwann, Fenris." Der Bote löste sich lächelnd in Luft auf.
21.04.2006
© Sean Dimitjana Barleben
Der Himmel über der Stadt war aufgerissen und offenbarte einen dunklen Sternenhimmel. In der Ferne schimmerte es blutrot und lila, durchbrochen vom Weiß der Wolken. Verborgen dahinter lag der silbrige Vollmond, er spiegelte sich weit unter sich selbst in einem großen Binnensee. Auf eben jenem See glitt ein Boot durch das dunkle Wasser. Der Reisende konzentrierte sich nur auf das Ziel seines Weges, einem Anlegeplatz am anderen Ufer des Gewässers. Er hatte keine Augen für die Stadt in den blutroten und lila Wolken, die sich bei jedem Vollmond für einige Stunden zeigte. Sein Blick glitt zu den Bergen und den Nebelschwaden, welche langsam ins Tal herabkamen. Auch wenn sich hinter den Bergen schon der Morgen ankündigte und die erwachende Sonne ihre schwachen Strahlen über die Kuppen sandte, war es besser, wenn er das Ufer erreichte. Hatte erst einmal der Nebel die Wasser überzogen, dann war es unmöglich ans Ufer zu kommen bis das Sonnenlicht die Schwaden durchdrang und verschwinden ließ.
Und so lange hatte der Reisende nicht Zeit, er hatte eine Nachricht zu überbringen; das Gleichgewicht war verloren worden und es lag im Interesse aller, es wieder herzustellen, auch wenn einige dies nicht wollten. Mit der ganzen ihm zur Verfügung stehenden Kraft konzentrierte sich der Reisende auf sein Ziel. Er erreichte es wenige Momente bevor die Nebelschwaden den See erreichten. Es schien als wolle der Nebel nach dem Boten greifen.
"Lasst ihn in Ruhe. Er hat die Prüfung bestanden, haltet Euch also an Eure eigenen Regeln!", grollte eine Stimme und aus dem Nebel trat ein riesenhaft wirkender Schattenwolf. "Willkommen zurück."
"Danke, Fenris." Der Wanderer überreichte dem Wesen vor sich eine Rolle, welche zu leuchten begann, als Fenris sie berührte. Zufrieden nickte der Wolf und wandte sich um.
"Wir werden uns wieder sehen, irgendwann, Fenris." Der Bote löste sich lächelnd in Luft auf.
21.04.2006
© Sean Dimitjana Barleben
Samstag, Dezember 17, 2005
Sie
sie war nicht sehr begeistert,
sie hat ihren Besitzanspruch auf dich geltend gemacht
- sie wollte dich haben
und sah nicht ein, was sie einmal hatte wieder herzugeben,
sie hat angefangen dich zu ersticken,
du begannst dich zu wehren,
hast dir deine Luft zum atmen zurückgeholt,
dennoch hängt ihr Schatten noch über dir,
lässt dich nicht los,
der schmerz hat sich in deine Seele gebrannt,
sie hat dich gebrandmarkt,
alles was dir gelingt weckt ihren Neid,
unter allen Umständen will sie dich besitzen,
ob sie dich dabei zerstört, ist ihr egal
in ihren Augen bist du ihr Besitz,
du hast deine Rechte verwirkt,
in dem Moment in dem du dich ihr anvertrautest
für sie gab es immer nur sie,
kein dich, ein wir war selten genug,
dennoch mochtest du sie
selbst jetzt fällt es schwer sich von diesem Schatten zu lösen,
das Vergangene Ruhen zu lassen, denn die Wunde bricht immer wieder auf,
wann ist es endlich vorbei
17.12.2005
© Sean Dimitjana
sie hat ihren Besitzanspruch auf dich geltend gemacht
- sie wollte dich haben
und sah nicht ein, was sie einmal hatte wieder herzugeben,
sie hat angefangen dich zu ersticken,
du begannst dich zu wehren,
hast dir deine Luft zum atmen zurückgeholt,
dennoch hängt ihr Schatten noch über dir,
lässt dich nicht los,
der schmerz hat sich in deine Seele gebrannt,
sie hat dich gebrandmarkt,
alles was dir gelingt weckt ihren Neid,
unter allen Umständen will sie dich besitzen,
ob sie dich dabei zerstört, ist ihr egal
in ihren Augen bist du ihr Besitz,
du hast deine Rechte verwirkt,
in dem Moment in dem du dich ihr anvertrautest
für sie gab es immer nur sie,
kein dich, ein wir war selten genug,
dennoch mochtest du sie
selbst jetzt fällt es schwer sich von diesem Schatten zu lösen,
das Vergangene Ruhen zu lassen, denn die Wunde bricht immer wieder auf,
wann ist es endlich vorbei
17.12.2005
© Sean Dimitjana
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